Steiermark: Mehr Geld und Dienstplansicherheit fĂŒr Diplomkrankenpfleger*innen in der KAGes

Pressemitteilung

Mit drei Maßnahmen will die KAGes zum einen das Engagement von Pflegepersonen in der Kinder- und Jugendlichen- sowie der psychiatrischen Pflege honorieren und Anreize fĂŒr den Einsatz als Springer*innen schaffen, zum anderen neue Mitarbeiter*innen fĂŒr spezielle Pflegebereiche gewinnen. Was konkret bedeutet: Mehr Geld sowie erhöhte Dienstplansicherheit. Die Maßnahmen treten mit sofortiger Wirkung in Kraft.

v.l.n.r.: Univ.-Prof. Ing. Dr. Dr. h.c. Gerhard Stark, Vorstandsvorsitzender der KAGes; Dr.in Juliane Bogner-Strauß, LandesrĂ€tin Ressort: Gesundheit, Pflege, Sport und Gesellschaft; BrandstĂ€tter Eveline, MSc, Direktorin fĂŒr Pflege der KAGes; Dr. Tripolt Michael, MPH Zentralbetriebsratsvorsitzender der KAGes | © Binder

Um der engen Personalsituation in der Kinder- und Jugendlichenpflege sowie der psychiatrischen Pflege entgegenzuwirken und den Pooldienst fĂŒr Pflegepersonen attraktiver zu machen, prĂ€sentiert die SteiermĂ€rkische Krankenanstaltengesellschaft m.b.H. (KAGes) ein neues Maßnahmenpaket, das von einem interdisziplinĂ€ren Team aus Pflegeexpert*innen, Personalist*innen und dem Betriebsrat erarbeitet wurde.

„Ich bin sehr froh, dass diese Änderungen so rasch durchgefĂŒhrt werden konnten. Die Steiermark kann und wird Wege finden, die Herausforderungen im öffentlichen Gesundheitswesen zu meistern. Die vorliegenden Maßnahmen sind ein weiterer wichtiger Schritt in die richtige Richtung!“, so LandesrĂ€tin Juliane Bogner-Strauß.

KAGes Vorstandsvorsitzender Gerhard Stark betont: „Wir sind zuversichtlich, damit an den richtigen Schrauben zu drehen, um den Pflegenotstand in den genannten Bereichen zu entschĂ€rfen“.

Gehaltserhöhung fĂŒr die Kinder- und Jugendlichen sowie die psychiatrische Pflege

Alle DGKPs, die in der Kinder- und Jugendlichenpflege sowie in der psychiatrischen Pflege beschĂ€ftigt sind, verdienen ab 1.1.2023 pro Jahr um ĂŒber 2.700 Euro Brutto mehr als bisher. „Die Bandbreite an Pflegekompetenzen, in diesem Bereich ist unglaublich groß. Man muss sich vorstellen, dass die Betreuung eines Babys zum Beispiel nach einer Operation oder die Begleitung eines Teenagers wĂ€hrend einer onkologischen Behandlung eine spezifische Herausforderung darstellen. Die Pflege von psychisch Erkrankten setzt neben den pflegerischen Kompetenzen auch eine Vertiefung in diversen rechtlichen Belangen und ein Wissen ĂŒber Deeskalations- und Krisenmanagement voraus,“ erklĂ€rt die Direktorin fĂŒr Pflege, Eveline BrandstĂ€tter. „Die Kolleg*innen mĂŒssen auch eine eineinhalbjĂ€hrige Spezialisierung absolvieren, sodass diese Zulage jedenfalls gerechtfertigt ist.“

Neuordnung Pooldienst fĂŒr Dienstplansicherheit

Wer hilft aus, wenn eine Kollegin oder ein Kollege ausfĂ€llt? Ab sofort ist die Frage fĂŒr die Stationsleitungen einfach beantwortet: ein/e Springer*in aus dem Pflegepool. Anruf genĂŒgt und das Tagesteam ist verstĂ€rkt. Kolleg*innen, die spontan einsprangen, gab es zwar bisher auch, die neue Lösung soll aber einerseits stationsĂŒbergreifend und strukturiert funktionieren, und der finanzielle Anreiz soll dazu beitragen, dass eine ausreichende Anzahl von Kolleg*innen sich bewusst fĂŒr den Springer*innendienst entscheidet. FĂŒr diese Rufbereitschaft gibt es kĂŒnftig 10 statt bisher 3,70 Euro pro Stunde.

Ziel der Maßnahme ist ganz klar die Dienstplansicherheit zu verbessern, sodass die Mitarbeiter*innen stĂ€rker darauf vertrauen dĂŒrfen, dass der Dienstplan auch hĂ€lt. Die Aufgabe als Springer*in kann – natĂŒrlich im Rahmen der arbeitszeitrechtlichen Grenzen – zusĂ€tzlich zum regulĂ€ren Dienst ĂŒbernommen werden. Eine durchaus interessante Option ist der Pooldienst beispielsweise fĂŒr TeilzeitbeschĂ€ftigte.

Überstunden nun möglich

Bisher durften DGKPs – egal aus welchem Bereich – keine geplanten Überstunden machen. Mehrleistungen mussten bis auf einen möglichen Übertrag von 20h im gleichen Monat ausgeglichen werden. Nunmehr können im Rahmen der arbeitszeitrechtlichen Grenzen auch mehr als die vertraglich vereinbarten Stunden geplant werden, selbstverstĂ€ndlich mit dem gesetzlichen regulĂ€rem Überstunden- bzw. Mehrleistungszuschlag. Die getroffenen Maßnahmen gelten fĂŒr alle KAGes-HĂ€user in den entsprechenden Bereichen.

Zentralbetriebsratsvorsitzender Dr. Michael Tripolt sagt dazu: „Ich freue mich ĂŒber die rasche Umsetzung, dieser ersten gemeinsam entwickelten Maßnahmen. Weitere werden folgen mĂŒssen.“

RĂŒckfragehinweis

Reinhard Marczik
Leiter Unternehmenskommunikation

Tel.: +43 (0)316 340-5120
Mobil: +43 (0)664 8272 869