Ein Berufsleben für die Gesundheitsversorgung: Betriebsdirektor Bernhard Haas verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach fast 40 Jahren in der steirischen Krankenanstaltenlandschaft geht Bernhard Haas, MBA, mit Ende September in Pension. Im Jahr 2000 kam er bereits als Betriebsdirektor an die Landesnervenklinik Sigmund Freud – heute Standort Süd des LKH Graz II -, gleichzeitig übernahm er 2000 auch die wirtschaftliche Leitung des LPH Schwanberg. In dieser Zeit hat er zahlreiche Veränderungen begleitet und die Entwicklung der KAGes mitgeprägt. Zum Abschied blickt er auf eine lange Karriere, viele Wegbegleiter und eine Gesundheitsversorgung im Wandel zurück.

Es begann 1987 in der Technischen Direktion der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft. Bernhard Haas war damals mit dem Aufbau und der Leitung der „Technischen Stabsstelle“ betraut. Knapp vier Jahrzehnte später beendet er seine berufliche Laufbahn dort, wo Krankenhaus-management, Organisation und die Menschen dahinter längst zu seinem beruflichen Zuhause geworden sind.

Dazwischen liegen zahlreiche Stationen: Haas leitete sieben Jahre die Bereichsverwaltung am LKH-Universitätsklinikum Graz, war von 2000 bis 2014 bereits Betriebsdirektor der Landesnervenklinik Sigmund Freud Graz und des LPH Schwanberg und übernahm ab 2014 auch Verantwortung am LKH Graz West, sowie seit 2018 auch am LKH Hörgas/Enzenbach. Seit 2019 steht er als Betriebsdirektor an der Spitze des LKH Graz II, mit den Standorten Süd, West, Enzenbach, Facharztzentrum Hörgas und seit 2025 gehört auch der Standort Voitsberg zum Verbund.

 

Parallel dazu setzte Haas konsequent auf Weiterbildung. Neben der Ausbildung zum Diplomierten Krankenhausbetriebswirt absolvierte er an der WU Wien den Lehrgang zum akademisch geprüften Krankenhausmanager sowie die Studiengänge Hospital Management und Health Care Management. Auch als Projektleiter und zertifizierter klinischer Risikomanager war er tätig. Seit 2008 war er auch im erweiterten KAGes-Vorstand.

Gruppenfoto vom Direktorium LKH Graz II

„Wenn ich auf diese fast 40 Jahre zurückblicke, denke ich weniger an einzelne Funktionen oder Projekte als an die Wegbegleiter, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Krankenhaus ist Teamarbeit. Was am Ende funktioniert, entsteht nie durch eine Person allein“, sagt Haas.

Eine weitere wichtige Rolle, bzw. ein weiteres Steckenpferd von Bernhard Haas, MBA, war die Betriebsfeuer des LKH Graz II, deren Kommandant er seit 2019 war. Insgesamt war er 26 Jahre Mitglied der Betriebsfeuerwehr. In dieser Zeit hat er die Entwicklung und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr maßgeblich mitgeprägt. Sein Engagement für die Feuerwehr begann bereits 1979 bei der Freiwilligen Feuerwehr Lieboch. Im September 2026 übergab er das Kommando und wurde für seine langjährigen Verdienste zum Ehren HBI ernannt und mit der Medaille für besondere Verdienste in Gold der BtF LKH Graz II ausgezeichnet. 

 

„Die Feuerwehr hat mir noch einmal eine ganz andere Seite des Krankenhausbetriebs gezeigt. Dort zählen Vertrauen, Verlässlichkeit und Teamgeist und zwar nicht irgendwann, sondern im entscheidenden Moment. Diese Erfahrung nehme ich genauso mit, wie viele andere Erinnerungen aus meinem Berufsleben.“

Gerade seine Jahre als Betriebsdirektor des LKH Graz II waren von Veränderung geprägt. Die Weiterentwicklung der Standorte, neue Verbünde, bauliche und infrastrukturelle Projekte, Digitalisierung und organisatorische Veränderungen gehörten ebenso zu seinem Arbeitsalltag wie die langfristige Ausrichtung des Hauses. Mit der Integration des Standorts Voitsberg 2025 wurde das LKH Graz II zudem um einen weiteren Standort erweitert.

„Ein Krankenhaus ist niemals fertig. Es muss sich laufend weiterentwickeln, bei den Strukturen, bei der Technik, aber vor allem dort, wo es um die Bedürfnisse der Patient:innen und der Mitarbeiter:innen geht. Diese Veränderung zu begleiten, war eine der spannendsten Aufgaben meiner beruflichen Laufbahn.“

Nun beginnt für den Betriebsdirektor ein neuer Abschnitt. Verheiratet und Vater von zwei Kindern, möchte Haas künftig vor allem eines zurückgewinnen: Zeit.

Was bleibt, ist eine berufliche Laufbahn, die von 1987 bis 2026 reicht und damit beinahe vier Jahrzehnte Krankenhausgeschichte umfasst. Von der technischen Stabsstelle bis zur Leitung der Betriebsdirektion des LKH Graz II, Bernhard Haas hat dabei viele Veränderungen nicht nur miterlebt, sondern als Führungskraft auch mitgestaltet.

 

„Ich gehe mit großer Dankbarkeit. Für die Zusammenarbeit, für das Vertrauen und für die vielen Begegnungen. Und ich wünsche dem LKH Graz II vor allem eines: dass es auch in Zukunft ein Ort bleibt, an dem Menschen füreinander da sind.“