Neuropsychiatrischer Nachmittag

Veranstaltung

Aktuelle Impulse aus Psychiatrie und Neurologie

Am 11. Februar 2026 standen beim Neuropsychiatrischen Nachmittag im Festsaal des LKH Graz II am Standort Süd aktuelle Entwicklungen aus Psychiatrie und Neurologie im Fokus. Zahlreiche Interessierte nutzten die interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung, um sich kompakt und praxisnah über neue medizinische Erkenntnisse zu informieren.

Die 7 Vortragenden der Veranstaltung mit dem Moderator auf einem Gruppenbild
v.l.: FOA Dr. Wolfdieter Scheinecker, MBA, Prim. Dr. Christian Jagsch, Prim. Dr. Eva Kada, Prim. Dr. Martin Ecker, Prim. Dr. Ursula Hammer-Weber, MBA, Primar Dr. Michael Schneider, Prim. Univ.-Prof. Dr. Isabel Böge, Prim. Dr. Valeriu Gold

Die Tagung wurde von mehreren Abteilungen, darunter Psychiatrie und Psychotherapie, Neurologie, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -therapie, Forensik, Alterspsychiatrie und Alterstherapie und Zentrum für Suchtmedizin, organisiert und spiegelte die enge fachliche Vernetzung am Standort wider. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse und wurde von Primar Dr. Michael Schneider moderiert.

Das Programm bot ein breites Themenspektrum. Prim. Dr. Valeriu Gold referierte über aktuelle Updates zum Schlaganfall. Dabei rückte er neben dem bekannten Slogan „Time ist Brain“ vor allem auch die Bildgebung ins Zentrum seiner Betrachtung. FOA Dr. Wolfdieter Scheinecker, MBA berichtete über aktuelle Erkenntnisse zu Boarderline-Störungen. Dabei hob er vor allem die Bedeutung und Weiterentwicklung von Skillstraining in der Behandlung hervor sowie regelmäßige, portionierte Sessions. Prim. Univ.-Prof. Dr. Isabel Böge sprach über die Optimierung bei der Gruppeneinteilung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und berichtete über die Vorteile und ersten Erkenntnisse aus dem Hometreatment-Programm. Prim. Dr. Ursula Hammer-Weber, MBA stellte die Diagnostik und Therapie bei ME/CFS in den Mittelpunkt ihres Referates. Aus dem Blickwinkel der Suchtmedizin, mit dem Schwerpunkt Alkohol und Nikotin, beleuchtete Prim. Dr. Martin Ecker die Veränderung des Konsumverhaltens der Österreicher im internationalen Vergleich. Ein einleitender historischer Abriss, bot einen interessanten Blick auf differenzierte Zugänge im Suchtverhalten von Alkohol. Prim. Dr. Eva Kada gewährte einen Einblick in die aktuellen Herausforderungen der Forensik. Mit einem Überblick über forensische Präventionsarbeit in Bayern, Südtirol und der Schweiz zeigte sie spannende Resultate auf, die auch in Österreich Chancen für zukünftige Wege gäbe. Aus dem Blickwinkel der Alterspsychiatrie beleuchtete Prim. Dr. Christian Jagsch die Einsamkeit aus soziologischer, medizinischer, philosophischer und psychoanalytischer Perspektive. Die Differenzierung von guter und gesundheitsschädlicher Einsamkeit fasste er kompakt zusammen. In Summe boten die Vorträge ausgewählte Höhepunkte aus Forschung und klinischer Praxis und gaben wertvolle Impulse für den Arbeitsalltag ihrer Zuhörer.

Der Neuropsychiatrische Nachmittag unterstrich einmal mehr die Bedeutung des fachübergreifenden Austauschs über Abteilungs- und Disziplingrenzen hinweg, für eine hochwertige und zeitgemäße Versorgung von Patientinnen und Patienten.

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